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LGBTQi+: Wieviel Prozent der Deutschen sind Queer

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LGBTQI+ - In 69 Staaten werden Menschen immer noch strafrechtlich verfolgt - In 11 Ländern droht sogar die Todesstrafe - Foto: Statista

Heute, am 17. Mai 2022, wurde vor 32 Jahren von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen, Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten und gesundheitliche Probleme zu streichen. Damit wurde die Möglichkeit genommen, sich auf medizinische oder wissenschaftliche Begründungen für die Diskriminierung anderer Menschen zu berufen.

2009 wurde der Begriff Transphobie als offizielle Bezeichnung aufgenommen, 2015 folgte Biphobie und 2016 Interphobie.

Dazu hat das Statistik-Portal „Statista“ interessante Zahlen zusammengetragen. So sollen sieben Prozent der im Jahr 1995 geborenen volljährigen Deutschen sich als homo- oder bisexuell geoutet haben. Währenddessen drei Prozent sich als asexuell, pansexuell oder queer bezeichnen.

Die ältere Generation, „Boomer“ genannt, die zwischen 1946 und 1964 geboren sind, geben mehrheitlich an, dass sie heterosexuell sind. Das entspricht 97 Prozent der befragten. Hingegen die ab 1965 -1979 befragten, Generation X, sich mit 95 Prozent und die Millennials sich mit 92 Prozent als heterosexuell einsortieren.

Der Anteil der Homosexuellen liegt in allen Generationen konstant bei zwei bis drei Prozent.

In Deutschland liegt die Queer Freundlichkeit, laut der diesjährigen Auswertung von „Rainbow Europe“ auf Platz 15 von 49.

Die ersten drei Plätze gehen an Malta, Belgien und unsere direkten Nachbarn von Schleswig-Holstein, Dänemark.

Noch immer werden Menschen in 69 Staaten strafrechtlich verfolgt, auch in der direkten europäischen Nachbarschaft, in 11 Ländern sind sie sogar von der Todesstrafe bedroht. Vielerorts sind staatliche Behörden an der Unterdrückung von LGBTQI+ beteiligt, verweigern ihnen jeglichen Schutz vor Anfeindungen und Gewalt.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Länder Armenien, Türkei und Aserbaidschan die Plätze 47 – 49 der Auswertung belegen.

Beurteilt werden von Rainbow Europe Kategorien wie Gleichstellung, Familienplanung, Hassverbrechen oder Geschlechteranerkennung.

Seit 2005 findet der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie jedes Jahr am 17. Mai statt, um auf die immer noch weit verbreitete Diskriminierung und Marginalisierung bestimmter sexueller Identitäten aufmerksam zu machen.


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