SPD dringt auf besseres Baustellenmanagement

 |  von Thomas Hansen

Baustellen die sein müssen, aber zuviele Aufeinmal sind - Archivfoto: Thomsen

Flensburg – Angesichts zahlreicher geplanter Straßen- und Leitungsbauprojekte im Stadtgebiet fordert die SPD eine Neuaufstellung des Baustellenmanagements. Ein entsprechender Antrag soll in der kommenden Woche im Planungsausschuss beraten werden.

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Die SPD will das Baustellenmanagement in der Stadt digitaler, übersichtlicher und bürgernäher aufstellen. Hintergrund ist die große Zahl an anstehenden Infrastrukturmaßnahmen. Ob Asphaltschäden, Glasfaserausbau oder die Sanierung von Fernwärme- und Wassernetzen: In den kommenden Jahren ist im Stadtgebiet mit einer steigenden Zahl von Baustellen zu rechnen. Nach Angaben der SPD sollen allein in den nächsten vier Jahren rund 80 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert werden.

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Mit einem Antrag im Planungsausschuss legt die Fraktion nun mehrere Vorschläge vor, um Planung, Kommunikation und Koordination zu verbessern. „Wir wollen das Baustellenmanagement digitaler und anwohnerfreundlicher machen“, sagte Justus Klebe.

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Konkret schlägt die SPD vor, das digitale System „Roads“ einzuführen. Die Anwendung wurde in Hamburg entwickelt und wird nach Angaben der Fraktion bereits in Lübeck genutzt. Ziel sei es, vorhandene Daten über Verkehrsflüsse und die Auswirkungen von Baustellen besser auszuwerten und für die Steuerung nutzbar zu machen. „Wir haben viele Daten über Verkehrsflüsse und Auswirkungen von Baustellen. Diese gut nutzbar zu machen – dafür wollen wir digitale Instrumente einsetzen“, so Klebe.

Ein zweiter Schwerpunkt des Antrags betrifft die Information der betroffenen Anwohner. Vor größeren Baumaßnahmen soll die Verwaltung nach dem Willen der SPD verpflichtend zu Stadtteilbesuchen einladen. Damit solle frühzeitig das Gespräch vor Ort gesucht werden. „Wir merken immer wieder, wie groß der Drang nach Information ist. Wenn Menschen dann ewig in der Warteschleife sind oder keine Antwort auf ihre Mails bekommen, dann frustriert das. Der beste Weg ist das Gespräch vor Ort“, sagte Klebe.

Darüber hinaus regt die Fraktion an, die organisatorische Verankerung des Baustellenmanagements innerhalb der Stadtverwaltung zu überprüfen. Aus Sicht der SPD könnte eine Stabsstellenfunktion angesichts der wachsenden Bedeutung des Themas sinnvoll sein. „Die Bedeutung des Baustellenmanagements wird in den kommenden Jahren sehr zentral bleiben, daher kann eine Stabsstellenfunktion hier besser sein“, erklärte Klebe.

Der Antrag soll in der kommenden Woche im Planungsausschuss diskutiert werden.