- Nachrichten - |
->>> Für Förde.news zahl ich freiwillig!!! <<<- |
FSG-Nobiskrug: Mehrere Angebote für die angeschlagenen Werften liegen vor
von Thomsen / Foerde.news

Flensburg/Rendsburg - Für die FSG Nobiskrug Werften liegen mehrere Angebote potenzieller Investoren vor. Dabei handelt es sich um industrienahe Unternehmen aus Deutschland und nicht um Finanzinvestoren. Das berichteten die vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Christoph Morgen und Hendrik Gittermann am 17. Januar auf einer Veranstaltung in Rendsburg. Anlass war der Besuch einer Mitarbeiterversammlung durch Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther und Landeswirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen auf Einladung der IG Metall Rendsburg.
„Die Verhandlungen mit den Interessenten sind weit fortgeschritten. Das gilt für die Standorte Rendsburg und Flensburg gleichermaßen“, sagte Gittermann. Eine vollständige und sofortige Wiederaufnahme der Produktion Anfang Februar und dann bereits unter neuer Regie halten Gittermann und Dr. Morgen allerdings für unrealistisch. Zuvor müssten noch Wartungsarbeiten und TÜV-Abnahmen durchgeführt, Versicherungsschutz beantragt und vieles mehr erledigt werden.
Flensburg:Dr. Christoph Morgen und Hendrik Gittermann während des Pressegesprächs auf der Nobiskrug Werft
Am Standort Flensburg sollen jedoch nach Möglichkeit bereits im Februar die Vorbereitungen und Arbeiten für die 210 Meter lange RoRo-Fähre wieder aufgenommen und somit kurzfristig Beschäftigung auf die Werft gebracht werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Morgen steht hierzu in engem Kontakt mit der australischen Reederei SeaRoad. „Das Interesse und das Entgegenkommen der Reederei sind sehr erfreulich und vielversprechend“, so Dr. Morgen. SeaRoad hat erklärt, dass die Reederei dem Bau des Schiffs in Flensburg verpflichtet bleibt. Ein Managementteam der Reederei ist aktuell auf dem Weg nach Deutschland, um Verhandlung mit den relevanten Parteien voranzutreiben.
Voraussichtlich am 1. Februar werden die Insolvenzverfahren über die Gesellschaften der Werftengruppe eröffnet. Dann endet für die rund 500 Beschäftigten auch der Bezugszeitraum für das Insolvenzgeld. „Die potenziellen Investoren benötigen aber noch ein paar Monate Zeit, bis auf den Werften wieder richtig gearbeitet werden kann“, sagte Dr. Morgen. Aus diesem Grund müssten alle Beschäftigten zur Vermeidung einer ansonsten unausweichlichen Betriebsschließung ab 1. Februar für einen Zeitraum von bis zu vier Monaten in eine Transfergesellschaft wechseln. Dort erhalten sie 80 Prozent ihrer bisherigen Nettoentgelte.
„Ziel ist es, möglichst vielen Menschen so schnell wie möglich weiterhin eine Beschäftigung auf den Werften zu ermöglichen, sobald geeignete Lösungen gefunden sind“, so Dr. Morgen. „Die Entscheidung über diese Investorenlösung muss jedoch bis zur Eröffnung der Insolvenzverfahren am 1. Februar fallen“, ergänzte Gittermann. Dabei setzen die vorläufigen Insolvenzverwalter auf das finanzielle Engagement der Investoren. Parallel sprechen sie mit der Landesregierung über eine mögliche Zwischenfinanzierung, da der gesamte Investorenprozess weiterhin unter einem enormen Zeitdruck steht.
Unterstütze auch du Förde.news – damit die Nachrichten weiterhin kostenlos bleiben können.
Förde.news bietet seit 2018 seriösen Lokaljournalismus kostenfrei an, finanziert durch Werbung. Wir verzichten auf ein Abomodell, um allen, auch finanziell schwächeren Personen, Zugang zu ermöglichen. Die Finanzierung allein durch Werbung reicht jedoch nicht aus, um die Kosten zu decken. Deshalb bittet Förde.news seine Leser und Leserinnen um Unterstützung durch das freiwillige Solidaritätszahlungsmodell „Förde.news - Zahl ich“, um qualitativ hochwertigen Journalismus weiterhin bieten zu können. Mehr Informationen dazu auf ->>> Für Förde.news zahl ich freiwillig!!! <<<-