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Erneuter Streik im öffentlichen Personennahverkehr geplant

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Vom 14. bis zum 16. Februar soll erneut gestreikt werden - Archivfoto: Thomsen

Schleswig-Holstein - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft im Norden (ver.di Nord) äußert ihr Unverständnis über das Angebot der Arbeitgeberseite in den aktuellen Tarifverhandlungen für die Angestellten der öffentlichen Busbetriebe in Schleswig-Holstein (TV-N), welches heute in Lübeck vorgelegt wurde.

Frank Schischefsky, Pressesprecher von ver.di Nord, kritisiert die von den Arbeitgebern vorgeschlagene Laufzeit von bis zu 60 Monaten für eine Arbeitszeitreduzierung um eine Stunde, die lediglich Vollzeitbeschäftigten zugutekommen soll. Ebenfalls wird eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1000 Euro als völlig inakzeptabel erachtet und sollte nach Meinung der Gewerkschaft in die Verhandlungen um Lohn und Gehalt einfließen, nicht in die Manteltarifverhandlungen, die auf die Entlastung der Mitarbeiter abzielen.

„Nach der ersten Warnstreikwelle haben die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde nach fünf Stunden zumindest eine minimale Bereitschaft zur Veränderung gezeigt. Jedoch beinhaltet das Angebot keine substantiellen Fortschritte hinsichtlich einer echten Entlastung und Arbeitszeitverkürzung. Ein ausschließlich für Vollzeitkräfte gültiges Angebot im Rahmen des Teilzeitarbeits- und Befristungsgesetzes ist völlig unzureichend. Eine bis zum Jahr 2027 vorgesehene Arbeitszeitreduktion um lediglich eine Stunde stellt eine Provokation dar. Die Beschäftigten müssen weiterhin Druck ausüben und deutlich machen, was sie von solchen Angeboten halten – und das ist nur durch weitere Warnstreiks möglich“, erklärt Sascha Bähring, Verhandlungsführer bei ver.di Nord.

Als Reaktion auf das Angebot der Arbeitgeber hat die Tarifkommission entschieden, die Belegschaften zu einem weiteren Warnstreik aufzurufen und dabei die Intensität der Maßnahmen zu erhöhen.

ver.di Nord appelliert an alle Beschäftigten der TV-N Betriebe, sich am kommenden Warnstreik zu beteiligen, der von Mittwoch, den 14. Februar (zu Betriebsbeginn), bis Freitag, den 16. Februar (zu Betriebsende), stattfinden wird.

Für Freitag, den 16. Februar, organisiert ver.di Nord eine Demonstration und Kundgebung vor dem Landeshaus in Kiel, zu der alle Streikenden aufgerufen sind. Weitere Informationen zum Ablauf der Demonstration und Kundgebung werden in der kommenden Woche bekannt gegeben.

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