Defibrillator aus Flensburg Galerie gestohlen – Centermanagement fassungslos
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Ein lebensrettendes Gerät ist aus der Flensburg Galerie verschwunden: Der einzige öffentlich zugängliche Defibrillator des Einkaufszentrums wurde am vergangenen Wochenende entwendet.

Da wo der Defibrillator hing, klafft nun eine Lücke
Mehr als 15 Jahre hing der mobile Defibrillator auf der Holmebene bei den Fahrstühlen der Flensburg Galerie. Am Freitag sei das Gerät noch an seinem Platz gewesen, erklärte Haustechniker Feldbusch gegenüber unserer Redaktion. „Im Laufe des Samstags wurde es dann offenbar gestohlen“, so Feldbusch.
Centermanagerin Alina Sime reagiert mit Unverständnis: „Ich kann nicht nachvollziehen, wie man ein so lebenswichtiges Gerät stiehlt. Das macht mich fassungslos – und es ist völlig sinnlos.“
Zwar gibt es in dem Bereich Kameras, diese erfassen jedoch lediglich die Fahrstühle. „Dort hat es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben, deshalb sind sie dort ausgerichtet. Mehr dürfen wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht filmen“, erläutert Feldbusch.

Die Galerie wird von mehreren tausend Personen besucht, wenn einer Hilfe braucht, wird dies nun schwerer
Hinweise auf den oder die Täter liegen bislang nicht vor. Die Centermanagerin setzt daher auf Einsicht: „Wir hoffen auf das Gewissen der Person, die das Gerät mitgenommen hat. Der Defibrillator muss einfach wieder an seinen Platz zurück. Es muss sich niemand stellen, ein anonymes Zurückbringen genügt.“
Warum der Defibrillator gestohlen wurde, ist unklar. Einen nennenswerten materiellen Wert habe das Gerät nicht, betonen die Verantwortlichen. „Es rettet Leben – das allein macht seinen wahren Wert aus“, so Sime.
Im Flensburger Stadtgebiet werden lebensrettende Geräte wie Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) zunehmend häufiger installiert. Erst kürzlich haben die Freiwillige Feuerwehr Flensburg fünf Defibrillatoren erhalten, die an den Gerätehäusern in verschiedenen Stadtteilen angebracht werden sollen. Auch an Fassaden von Banken sind AEDs inzwischen zu finden.
Darüber hinaus gibt es tatsächlich mobile Defibrillatoren: In den Stadtbussen der Aktiv-Bus sind solche Geräte mit an Bord. „Überall, wo ‚AED‘ drauf steht, ist ein solches überlebenswichtiges Gerät drin“, erklärt Fahrdienstleiter Manfred Schlotfeldt von Aktiv-Bus. Im Notfall könne man einen Bus anhalten, wenn ein Defibrillator benötigt werde. „Den Rest klären wir dann“, so Schlotfeldt.