Blitzer-Bilanz 2024: Flensburg bleibt zurückhaltend auf dem Vorletzten Platz
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Auch im Jahr 2024 hat Flensburg als eine von nur 25 deutschen Städten die prestigeträchtige Millionengrenze bei den Einnahmen aus Geschwindigkeits- und Rotlichtverstößen überschritten. Das zeigt die aktuelle Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Im deutschlandweiten Ranking belegt Flensburg mit 1,6 Millionen Euro eine der hinteren, aber dennoch respektablen Positionen und platziert sich knapp vor Frankfurt/Oder (1,3 Mio. Euro).
Flensburg – Millionengrenze übertroffen, aber am unteren Ende der „Top 25“
Mit ihren Einnahmen liegt die Fördestadt deutlich unter den Spitzenreitern wie Hamburg (47 Mio. Euro) oder Chemnitz (7,3 Mio. Euro), gehört aber dennoch zum exklusiven Kreis der Städte, die 2024 „Blitzermillionäre“ wurden. Von den 41 befragten Städten erreichten insgesamt 25 die Millionengrenze – Flensburg rangiert hierbei auf dem vorletzten Platz und übertrifft damit nur Frankfurt/Oder. Für Flensburg ein Zeichen, dass die Stadt das Thema Verkehrssicherheit ernst nimmt, dabei aber im Vergleich zurückhaltender auf Bußgelder setzt.
Zurückhaltende Bilanz bei Blitzerfällen
Mit 41.753 geblitzten Fahrzeugen reiht sich Flensburg auch bei den dokumentierten Verkehrsverstößen im unteren Mittelfeld ein. Der Vergleich mit Städten wie Konstanz (42.000) oder Weimar (65.000) zeigt.
Fokus auf Verkehrssicherheit statt Einnahmenmaximierung
Stadtsprecher betonen, dass die Messstellen vor allem an gefährlichen Kreuzungen, Schulwegen und Unfallschwerpunkten eingerichtet werden – nicht, um die Kassen zu füllen, sondern um präventiv auf die Einhaltung der Regeln hinzuarbeiten. So gelingt es Flensburg, den Spagat zwischen Verkehrssicherheit und verhältnismäßigem Mitteleinsatz zu halten.
DAV rät dennoch: Bescheide prüfen
Der Deutsche Anwaltverein rät betroffenen Autofahrern weiterhin zur genauen Prüfung von Bußgeldbescheiden – denn auch bei moderaten Fallzahlen sind Messfehler und Fehlzuordnungen nicht auszuschließen.
Fazit:
Flensburg zeigt sich als verantwortungsvoller Akteur unter Deutschlands Blitzermillionären: Die Stadt übertrifft zwar die Millionengrenze, bleibt aber deutlich unter dem Niveau vieler anderer Kommunen und setzt damit ein positives Signal für ausgewogene Verkehrsüberwachung.Ob das auch im laufenden Jahr 2025 so bleibt, ist fraglich, denn die Stadt Flensburg hat im gesamten Stadtgebiet vier neue Blitzersäulen installiert.