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B 200: Brückenschäden bei Sanierung entdeckt - Ab Ende Juli veränderte Verkehrsführung
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) saniert aktuell in Flensburg die Bundesstraße 200. Dabei wurden nun an der B 200-Brücke, welche über die Bahn und die Nikolaiallee verläuft, erhebliche Schäden entdeckt: Nach Ausbau des Fahrbahnbelages fanden die Straßenbauexperten Korrosionsschäden im Inneren der Struktur, der sogenannten Bewehrung. Aufgrund der uneinsehbaren Lage der Schäden zeigten sich diese erst während der Baumaßnahme. Bei den Vorplanungen und Vorprüfungen (durch Bohrkerne) waren diese nicht erkennbar.
Die Brückenschäden sind soweit ausgeprägt, dass ein externer Sachverständiger, welcher das Bauwerk in den vergangen Tagen mehrfach gründlich untersuchte, Nutzungs-einschränkungen der Brücke angeordnet hat. Betroffen von den Schäden sind jeweils die äußeren Randbereiche der Brücke, deshalb dürfen diese Randbereiche nicht mehr befahren werden.
geänderte Verkehrsführung ab Ende Juli
Auf Grund der Korrosionsschäden muss das Bauwerk nun schnellstmöglich durch einen kompletten (Ersatz)-Neubau ersetzt werden. Zur Zeit fließt über die Brücke Richtung Norden noch kein Verkehr wegen der aktuell laufenden Straßenbaumaßnahme. Nach Abschluss der Straßenbaumaßnahme wird der Verkehr aus Sicherheitsgründen bis zum Neubau der Brücke in Fahrtrichtung Norden einspurig über das Bauwerk geführt.
Das bedeutet: Statt der zwei Fahrspuren in Richtung Norden steht voraussichtlich ab Ende Juli auf dem Bauwerk nur eine Spur zur Verfügung. Die Fahrspurreduktion verläuft an der Anschlussstelle Rude, hier wird der rechte Fahrstreifen nach Rude abgeleitet. Die linke Spur wird weiter in Richtung Dänemark durchgeführt. Nachdem die Brücke passiert wurde, wird die zweite Fahrspur wieder freigegeben. An der Abfahrt und auf der Brücke wird die zulässige Geschwindigkeit Richtung Norden auf 70 Stundenkilometer reduziert. Hinter der Brücke ist wieder Tempo 100 erlaubt. Da die Fahrtrichtung Süden nicht betroffen ist, bleibt es dort bei 100 Stundenkilometer.
Wichtig: Die Anschlussstelle Flensburg-Zentrum ist nicht betroffen. Eine einspurige Verkehrsführung der Richtungsfahrbahn nach Süden ist nicht geplant. Hier bleibt es bei der zweispurigen Verkehrsführung. Die Verkehrsführung und Geschwindigkeit sind mit der Polizei und Verkehrsbehörde abgestimmt und von der Verkehrsbehörde der Stadt Flensburg angeordnet worden.
Planung Ersatzneubau läuft
Mit Hochdruck arbeitet der LBV.SH am Neubau der Brücke und hat umgehend die Planung eines Ersatzbauwerkes veranlasst. Angebote von Ingenieurbüros liegen vor und werden derzeit geprüft. Die konkrete Bau-Planung ist für diesen Sommer vorgesehen. Wann die neu zu bauende Brücke fertig sein könnte, hängt stark von einer Koordinierung mit den avisierten Bahnarbeiten ab. Hier steht der LBV.SH in Kontakt. Unter Beachtung der vielen Unbekannten, wird die Fertigstellung des kompletten Brücken-Ersatzneubaus der B 200 etwa in drei bis fünf Jahren erwartbar sein. Wegen dem frühen Planungsstand sind auch die Baukosten noch nicht abschließend zu beziffern. Aus Erfahrungen von vergleichbaren Maßnahmen sind Kosten im Bereich von zehn bis 15 Millionen Euro zu erwarten. Die Kosten trägt der Bund. Der LBV.SH bittet, sich auf die Arbeiten einzustellen sowie um rücksichtsvolles Verhalten zum Schutz der Menschen auf der Baustelle.
