Augen-Nashorn kehrt auf das Flensburger Rathaus zurück
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Das markante Kunstwerk von Hans-Ruprecht Leiß und Claus Lindner bekommt erneut einen prominenten Platz in der Innenstadt. Nach Jahren an wechselnden Standorten soll das vier Meter lange Nashorn bald wieder über dem Südeingang des Rathauses wachen.
Das sogenannte „Augen-Nashorn“ kehrt an einen vertrauten Ort zurück: Künftig wird das Kunstwerk wieder auf dem Vordach des Südeingangs des Flensburger Rathauses stehen. Das kündigte Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer an. „Das Nashorn kehrt gewissermaßen nach Hause zurück“, sagte der Verwaltungschef.
Geschaffen wurde das außergewöhnliche Werk als Gemeinschaftsarbeit des Künstlers Hans-Ruprecht Leiß und des Bildhauers Claus Lindner. Entdeckt worden war das Nashorn einst bei einer Ausstellung im Schifffahrtsmuseum, ehe es für das Rathaus gewonnen wurde und dort über der Stadt thronte.
Später musste das Kunstwerk seinen Platz auf dem Rathausdach räumen. Danach verschwand es über Jahre weitgehend aus dem öffentlichen Blick und stand auf dem Sünderup-Hof. 2017 fand das Nashorn erneut einen prominenten Standort: Ein Unternehmer kaufte die Skulptur, seither stand sie mit Blick auf das Wasser auf dem Dach des Restaurants „Waage“ am Industriehafen.
Nun hat die Berufsfeuerwehr das Kunstwerk dort abgeholt und in eine Halle des Technischen Betriebszentrums gebracht. Dort bereiten Leiß und Lindner ihr Werk auf den erneuten Umzug vor. Drei bis vier Tage wollen die beiden Künstler das Nashorn grundlegend überarbeiten und für seinen neuen alten Standort herrichten.
Zusätzliche Kosten entstehen der Stadt nach Angaben aus dem Rathaus nicht. Die Feuerwehr hat den Einsatz in eine Übung im Rahmen der Ausbildung eingebunden, die Künstler übernehmen die Aufarbeitung ohne Honorar. „Es ist eine Liebeserklärung an unsere schöne Stadt Flensburg“, sagte Rups Leiß am Hafen.
Mit der Rückkehr des Nashorns wird nach Ansicht der Stadt zugleich die Kunst im öffentlichen Raum gestärkt. Solche Skulpturen prägten das Stadtbild, setzten markante Akzente und erinnerten mit einem Augenzwinkern daran, auch in ernsten Zeiten den Humor nicht zu verlieren.
In wenigen Wochen soll das „Augen-Nashorn“ wieder seinen Platz am Rathaus einnehmen – und mit seinen vielen Augen auf das Geschehen in der Stadt, am Hafen und bisweilen auch ins Gebäude selbst blicken.