- Nachrichten -

Folge uns auf Instagram und Facebook
->>> Für Förde.news zahl ich freiwillig!!! <<<-

Anklage gegen Mitglied der „Letzten Generation“ erhoben

von

Durch die vorgenannten Einzelaktionen sind erhebliche Schadenssummen entstanden, die sich im vier- bis siebenstelligen Bereich bewegen - Foto: Letzte Generation

Flensburg - Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat Anklage gegen ein 32-jähriges Mitglied der Umweltaktivistengruppe „Letzte Generation“ erhoben. Die Anklage richtet sich an die Staatsschutzkammer des Landgerichts Flensburg und umfasst den Vorwurf der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung gemäß § 129 StGB.

„Die Angeklagte, die aus Schleswig-Holstein stammt, wird beschuldigt, in Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern der ‚Letzten Generation‘ Straftaten organisiert und professionell vorbereitet zu haben, die sich insbesondere gegen die Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur Deutschlands richteten“, erklärte Oberstaatsanwalt Bernd Winterfeldt, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Flensburg. „Zusätzlich wird ihr vorgeworfen, gezielt Mitglieder für die Begehung dieser Taten angeworben zu haben.“

Die erhobenen Vorwürfe basieren auf umfangreichen Ermittlungen, die in Schleswig-Holstein, Bayern und Brandenburg durchgeführt wurden. Neben der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung wird der Angeklagten die Mitwirkung an mehreren Einzelaktionen zur Last gelegt.

An den Taten war die Angeklagte beteiligt:
Dazu gehören unter anderem:

  1. Manipulation einer Rohöl-Pipeline im Mai 2022 in Woldegk, Mecklenburg-Vorpommern.
  2. Versuchter Eingriff in den Ölfluss im Oktober 2022 ebenfalls in Woldegk.
  3. Gewaltsames Eindringen in den Sicherheitsbereich des internationalen Flughafens München und das Festkleben von Mittätern auf einer Start- und Landebahn im Dezember 2022.
  4. Gewaltsames Eindringen in den Sicherheitsbereich des internationalen Flughafens Berlin-Brandenburg (BER) im Mai 2023, Befahren des Rollfelds mit Fahrrädern und Beschädigung eines Flugzeugs durch aufgesprühte Farbe.
  5. Gewaltsames Eindringen in den Sicherheitsbereich des Flughafens Sylt und Beschädigung eines Flugzeugs durch aufgesprühte Farbe im Juni 2023.
  6. Eindringen auf das Gelände des Golfplatzes des Budersand Hotels auf Sylt und Beschädigung am Loch 15 im Juni 2023.
  7. Beschädigung des denkmalgeschützten Maximilianeum-Gebäudes, Sitz des Bayerischen Landtags, durch mit Farbe gefüllte Tennisbälle im August 2023.

„Die durch diese Aktionen entstandenen Schäden belaufen sich auf erhebliche Summen im vier- bis siebenstelligen Bereich“, so Winterfeldt weiter.

Die Strafrahmen für die angeklagten Delikte sehen wie folgt aus:

  • Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung (§ 129 StGB): Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren.
  • Sachbeschädigung (§ 303 StGB): Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren.
  • Gemeinschädliche Sachbeschädigung (§ 304 StGB): Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren.
  • Hausfriedensbruch (§ 123 StGB): Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr.
  • Störung öffentlicher Betriebe (§ 316b StGB): Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren.

Unterstütze auch du Förde.news – damit die Nachrichten weiterhin kostenlos bleiben können.

Förde.news bietet seit 2018 seriösen Lokaljournalismus kostenfrei an, finanziert durch Werbung. Wir verzichten auf ein Abomodell, um allen, auch finanziell schwächeren Personen, Zugang zu ermöglichen. Die Finanzierung allein durch Werbung reicht jedoch nicht aus, um die Kosten zu decken. Deshalb bittet Förde.news seine Leser und Leserinnen um Unterstützung durch das freiwillige Solidaritätszahlungsmodell „Förde.news - Zahl ich“, um qualitativ hochwertigen Journalismus weiterhin bieten zu können. Mehr Informationen dazu auf ->>> Für Förde.news zahl ich freiwillig!!! <<<-

Zurück