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55 Sensoren am Deutschen Haus für bessere Parkraumüberwachung

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In den kommenden Monaten werden insgesamt 516 Bodensensoren und 35 Kamerasysteme in der Stadt Flensburg und in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland angebracht - Foto: Thomsen

Flensburg - In Flensburg wurde der Startschuss für den Ausbau eines der größten Projekte zur Parkraumüberwachung in Kommunen in Deutschland gegeben. Am Mittwoch wurden die ersten 55 Bodensensoren auf dem Parkplatz des Veranstaltungszentrums Deutsches Haus installiert. Im Rahmen des Smart-City-Modellprojektes „Smarte Grenzregion zwischen den Meeren“ werden in den kommenden Monaten insgesamt 516 Bodensensoren und 35 Kamerasysteme in der Stadt Flensburg und in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland angebracht. Mit ihnen werden die Parkplatznutzung überwacht und Besucherströme gemessen.

Neben der Stadt Flensburg erfolgt der Ausbau an fünf weiteren Orten mit touristischen Hotspots, wie etwa am UNESCO-Weltkulturerbe Haithabu Danewerk im Kreis Schleswig-Flensburg oder in der Stadt Friedrichstadt in Nordfriesland. Die offen verfügbaren Daten dienen dem Aufbau eines digitalen Parkraummanagements in den Orten. Sie bilden gleichzeitig die Grundlage für den Aufbau eines digitalen Besucherlenkungssystems in der touristisch geprägten Region. Die Maßnahme ist Teil des Smart-City-Modellprojektes „Smarte Grenzregion zwischen den Meeren“, gefördert vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und der Förderbank KfW.

In Flensburg werden in den kommenden Wochen außerdem die Parkplätze Kieler Anlagen, und Parkplätze am Strand in Solitüde mit Bodensensoren versehen. Der Parkplatz Exe wird mithilfe von Kamerasystemen überwacht. Optische Sensoren werden auch zur Messung von Besucherströmen auf dem Holm und in der großen Straße sowie an der Phänomenta und am Strand Solitüde eingesetzt.

„Wir freuen uns, dass wir hiermit einen wichtigen Beitrag für die Kommunen und für die Entwicklung der Region leisten können. Wir bringen mit dieser Maßnahme die Digitalisierung auch in kleine Kommunen und eröffnen ihnen mit den erhobenen Daten und der dahinterstehenden Datenplattform, die wir parallel dazu aufbauen, neue Nutzungsmöglichkeiten. Gleichzeitig entwickeln wir eine Basis, um Herausforderungen im Bereich Tourismus zu begegnen und Lösungen zu entwickeln“, sagt Malte Zinke, Geschäftsführer der Digitalagentur Smarte Grenzregion, die für die Umsetzung des Modellprojektes steht.

„Das Parkraumsensorikprojekt ist für ganz Deutschland interessant und allein durch seine Größe ein Referenzprojekt. Die Auswirkungen des Projektes gehen weit über die reine Parkraumüberwachung hinaus und umfassen Aspekte wie verbesserte städtische Mobilität und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Es spielt damit eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Region als ,Kommune der Zukunft‘“, sagt Matin Sekandari, Abteilungsleiter Smart City bei EBERO FAB, die den Ausbau in Flensburg verantwortet.

Die Parkplatzsensoren werden am Boden der Parkplätze verklebt und die Belegung wird mittels Magnetfelderkennung gemessen. Dabei findet keinerlei Identifikation der Fahrzeuge statt. Die optischen Sensoren erfassen Bewegungen über ein Kamerasystem. Auch hier ist sichergestellt, dass keinerlei Möglichkeit zur Identifikation gegeben ist. Der Prozess ist zu 100 Prozent datenschutzkonform (DSGVO). Die Daten werden über ein so genanntes Gateway, eine Art Router, über Mobilfunk an eine Datenplattform zur Weiterverarbeitung der Daten übermittelt. Die Daten werden über ein Dashboard, also eine Oberfläche für eine App oder eine Website, offen für alle zugänglich gemacht.

Die „Smarte Grenzregion zwischen den Meeren“ ist eine Modellregion im Rahmen des Bundesprojektes „Modellprojekte Smart Cities: Stadtentwicklung und Digitalisierung”, gefördert vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und der Förderbank KfW. Im Rahmen des Projektes werden mehr als zwei Dutzend Maßnahmen umgesetzt, darunter der Aufbau eines regionsübergreifenden Sensoriknetzwerkes und einer Datenplattform zur Verwaltung der offenen Daten. Das Projekt läuft bis Ende 2026.  Für die Umsetzung des Projektes wurde die Digitalagentur Smarte Grenzregion GmbH mit Sitz in Flensburg gegründet.

Die Sensorikstandorte:

Stadt Flensburg:

  • Parkplatz Exe
  • Parkplatz Kieler Anlagen/Hafendamm
  • Parkplatz Deutsches Haus
  • Parkplatz und Strand Solitüde
  • Frequenzmessung in der Innenstadt (Holm und Große Straße)
  • Phänomenta Flensburg

Kreis Schleswig-Flensburg:

  • Historische Fischersiedlung Holm in Schleswig
  • Geltinger Birk
  • Weltkulturerbe Haithabu und Danewerk
  • Stadt Kappeln

Kreis Nordfriesland

  • Friedrichsstadt (verschiedene Standorte)

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