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Wohnung ausgebrannt: Drei Menschen nach Feuer im Krankenhaus

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Als die Einsatzkräfte dann wenige Minuten später eintrafen, hatte sich das Feuer bereits ausgebreitet. - Fotos: Thomsen

Flensburg - In einem Wohn- und Geschäftshaus in der Neustadt ist am Freitagabend gegen 18.15 Uhr ein Feuer ausgebrochen.
„Zunächst war uns ein Feuer in der Küche einer Wohnung gemeldet worden“, beschreibt Einsatzleiter Udo Christiansen von der Berufsfeuerwehr die ersten eingegangenen Notrufmeldungen.
Sofort machten sich sowohl der Löschzug der Berufsfeuerwehr als auch die Freiwillige Feuerwehr Klues sowie ein Rettungswagen und die Polizei auf den Weg zum Brandort in der Neustadt.
Als die Einsatzkräfte dann wenige Minuten später eintrafen, hatte sich das Feuer bereits ausgebreitet. „Es qualmte sehr stark und die ganze Wohnung brannte“, schildert Christiansen die Lage.
Aufgrund des Einsatzes der Feuerwehr an dem Wohn-und Geschäftshaus an der Ecke zum Junkerholweg wurde die Neustadt sofort voll gesperrt.
Mehrere Trupps der Feuerwehr begaben sich unter schwerem Atemschutz in den ersten Stock, wo das Feuer ausgebrochen war und bekämpften die Flammen.
„Zunächst mussten wir annehmen, dass sich das Feuer auch in die oberen Stockwerke ausgebreitet hatte“, erklärt Udo Christiansen. Dies war glücklicherweise aber nicht der Fall. Der Rauch aus der Brandwohnung war lediglich in andere Wohnungen gezogen und von dort wieder ins Freie entwichen.
Aufgrund der anfänglich sehr starken Rauchentwicklung löste die Rettungsleitstelle um 18.38 Uhr eine Warnung der Bevölkerung aus, um vor den Brandgasen zu warnen. Anwohner im Bereich Neustadt und Junkerholweg wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten sowie den Bereich zu meiden.
Aufgrund des schnellen Löscheinsatzes der Feuerwehr in der brennenden Wohnung konnte sich das Feuer nicht weiter ausbreiten. „Dennoch ist die betroffene Wohnung komplett ausgebrannt“, erklärt Einsatzleiter Christiansen das Ausmaß des Schadens.
Drei Bewohner des Hauses mussten in die Notaufnahme eingeliefert werden. Daher wurden zwei zusätzliche Rettungswagen angefordert.
„Eine schwangere Frau wurde vorsorglich aufgrund der Aufregung ins Krankenhaus gebracht, zwei weitere Bewohner haben eine Rauchvergiftung erlitten“, erklärt der Einsatzleiter.
Die anderen Bewohner des Hauses konnten in ihren Wohnungen bleiben, da diese weitgehend rauchfrei waren. Über die Fenster wurden die Menschen von der Feuerwehr betreut. Dazu kam auch die Drehleiter zum Einsatz, mit deren Hilfe ein Feuerwehrmann zu den Menschen am Fenster fuhr und diese beruhigte.
Bei der vom Brand betroffenen Wohnung im ersten Stock soll es sich nach Angaben der Feuerwehr um eine große Eckwohnung handeln, die durch das Feuer nicht mehr bewohnbar ist.
Die Einsatzkräfte gehen davon aus, das alle anderen Wohnungen weiterhin genutzt werden können. Die Feuerwehr belüftete das Gebäude, um den giftigen Brandrauch aus dem Haus zu bekommen.
Nach rund einer Stunde war der Brand abgelöscht.

Es wurde dann gefährlich:

Als das Feuer in der Wohnung bereits gelöscht war, wurde es auf einmal gefährlich für die noch am Einsatzort stehenden Feuerwehrleute. Denn aus Richtung der Harrisleer Straße näherte sich gegen 20 Uhr ein silberner Audi A3 der weiträumigen Absperrung. Doch anstatt zu wenden und einen Unweg in Kauf zu nehmen, umfuhr die Fahrerin des Wagens die Absperrung der Polizei und näherte sich der Einsatzstelle. In Höhe der noch dort stehenden Feuerwehrfahrzeuge wollte die Frau dann ihren Wagen beschleunigen, obwohl dort Einsatzkräfte mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren.
Ein Polizeibeamter erkannte die Situation noch rechtzeitig und stoppte das Fahrzeug. Die Beamten nahmen die Personalien der Frau auf. Sie muss für ihr rücksichtsloses Verhalten mit einer Anzeige rechnen.

Die Kriminalpolizei hat noch am Abend die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.


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