Unfälle und feststeckende Autos durch Wintersturm
| von Nico Hessel
Boel – Der erste ausgewachsene Wintersturm hat den Kreis Schleswig-Flensburg erreicht. Durch die großen Schneehöhen sorgt der aus Osten wehende Wind für erhebliche Behinderungen. Es ist bereits zu mehreren Unfällen.
Schon am Freitagmorgen wurden die Schneeverwehungen einer Autofahrerin auf der Landesstraße 22 bei Uelsby zum Verhängnis. Sie war mit ihrem Wagen aus Richtung Böklund gekommen und hatte den hinter einer Kurve liegenden Schnee auf der Straße nicht rechtzeitig gesehen. Der Wagen geriet daraufhin ins Schleudern, fuhr in den Graben und überschlug sich.
Die Fahrerin, die alleine im Auto war, konnte sich selbst befreien. Sie wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert, da sie leichte Verletzungen erlitten hatte. Ihr total beschädigtes Auto musste von einem Abschleppunternehmen aus dem Schnee geborgen werden.
Auch am Vormittag sorgte der starke Wind, der insbesondere den auf den Freiflächen liegenden Schnee aufwirbelte, für Behinderungen. Durch den Schneesturm wurde die Fahrt auf vielen Straßen zur Heruaforderung.
Auf der L23 zwischen Böel und Struxdorf türmte sich der verwehte Schnee ebenfalls mehrere Zentimeter hoch auf. Hier drehte sich ein Kleinwagen und fuhr sich im Schnee fest.
Glücklicherweise war bereits kurze Zeit später ein Räumfahrzeug vor Ort und konnte die Schneemassen von der Landesstraße räumen, sodass die Autos ihre Fahrt fortsetzen können.
Die teils kniehohen Verwehungen sorgten auch weiter südlich im Kreisgebiet für Behinderungen. Zwischen Dannewerk und Klein Rheide türmte sich der Schnee ebenfalls auf der Straße. Hier kamen zwei Fahrzeuge von der Straße ab und rutschten in den Graben. Auch dort musste der Winterdienst die Straße zunächst räumen, bevor überhaupt ein Abschleppdienst anrücken und die Fahrzeuge bergen konnte.
Von den Schneeverwehungen betroffen war auch die Autobahn 7 bei Schleswig und hier vor allem die Fahrbahn in Richtung Norden. Von den Feldern wurde der Schnee direkt auf die A7 geweht und sorgte für Verkehrsbehinderungen.
Trotz unermüdlichem Einsatz gleicht die Schneeräumung bei der vorherrschenden Wetterlage aber einer kaum lösbaren Aufgabe. Denn bereits wenige Minuten nach der Räumung der Straße wird diese in der Regel erneut zugeweht.
Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass die schon jetzt mit über 80 Stundenkilometern über das Land fegenden Windböen noch bis zum Samstagmorgen anhalten werden und empfiehlt, auf nicht zwingend notwendige Aufenthalte im Freien und Autofahrten zu verzichten.