Schwerer Unfall auf der A 7 – vier Verletzte, Autobahn weiter gesperrt

 |  von Thomsen / Foerde.news

Der verunfallte Wagen blieb auf der Seite liegen - Fotos: Nico Hessel

Tarp – Am Sonntagmorgen ist es gegen 5.30 Uhr auf der Autobahn 7 zwischen Tarp und Schleswig zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Insgesamt vier Menschen wurden verletzt, ein 35-jähriger Mann wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und überfahren. Die A7 ist in diesem Abschnitt für mehrere Stunden voll gesperrt.

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Nach ersten Erkenntnissen kam es vermutlich aufgrund eines Reifenplatzers zu dem Unfall. Der Fahrer verlor die Kontrolle über den Audi A4, das Fahrzeug überschlug sich vermutlich mehrfach und kam auf der Seite liegend zum Stillstand. Während des Unfallgeschehens soll einer der Männer aus dem Auto geschleudert worden sein. Er landete auf der Fahrbahn der Autobahn. In dem Wagen saßen nach Angaben eines Sprechers der Leitstelle vier männliche Insassen.

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Ein nachfolgender Pkw überfuhr den auf der Straße liegenden Mann an den Beinen und fuhr anschließend weiter. Der Mann wurde dabei schwer verletzt. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber „Christoph Europa 5“ in eine Klinik nach Kiel geflogen. Nach Angaben der Leitstelle kann eine Lebensgefahr nicht ausgeschlossen werden. Ob der Pkw-Fahrer das Überfahren des Mannes nicht bemerkt hat oder möglicherweise vermutete, über Schnee oder Eis gefahren zu sein, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Polizei.

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Ein Sprecher der Leitstelle des Rettungsdienstes bestätigte, dass insgesamt vier Verletzte versorgt wurden. Die drei anderen Insassen wurden zum Teil schwer verletzt und nach einer Erstversorgung vor Ort in die Diako nach Flensburg gebracht. Zum Alter der übrigen drei Verletzten lagen dem Rettungsdienst zunächst keine gesicherten Angaben vor.

Zu dem Unfall wurden mehrere Rettungswagen, die Freiwilligen Feuerwehren Oeversee, Wanderup und Tarp sowie der Rettungshubschrauber „Christoph Europa 5“ alarmiert. Die Feuerwehren mussten keine Personen aus dem Fahrzeug befreien, da sich alle Insassen bereits außerhalb des Wagens befanden. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle ab und nahmen beziehungsweise banden auslaufende Betriebsstoffe.

Erschwert werden die Ermittlungen zudem dadurch, dass an einem beteiligten Fahrzeug nach Angaben der Polizeileitstelle falsche Kennzeichen angebracht waren. Zeugen des Geschehens sind bislang nicht bekannt. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, wer in welcher Weise beteiligt war und ob der Fahrer des nachfolgenden Pkw für das Weiterfahren verantwortlich gemacht werden kann, prüft nun die Polizei. Die Sperrung der A7 bleibt bestehen, bis die Fahrbahn vollständig gereinigt, abgestreut und wieder sicher befahrbar ist. Die Staatsanwaltschaft ordnete einen Sachverständigen an, der an der Unfallstelle den Unfallhergang rekonstruieren soll.