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Polizei stoppt Senior mit Krankenfahrstuhl auf der B200

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Flensburg - Der Senior hat sich deutlich verfahren und fuhr auf die Bundesstraße - Fotos: Thomsen
Dieser abendliche Ausflug war lebensgefährlich: Zeugen meldeten über den Notruf am späten Abend ein besonders langsam fahrendes Fahrzeug auf der B200 - dorthin hatte sich ein 85 Jahre alter Senior mit seinem Elektro-Rollstuhl verirrt.
Nach ersten Erkenntnissen war der Mann mit seinem Seniorenmobil in der Mathildenstraße gestartet und über die Marienallee in Richtung der B199 gefahren. Wohin er eigentlich wollte ist bislang nicht bekannt - vermutlich verlor er aber in der Dunkelheit die Orientierung und fuhr an der Auffahrt Zentrum in Richtung Norden auf die vierspurige Schnellstraße auf.

Dort fiel er anderen Autofahrern schnell auf - denn für eine Fahrt auf der Westumgehung war sein Fahrzeug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h deutlich zu schwach motorisiert.
Die alarmierten Polizeibeamten konnten den Mann noch auf der Bundesstraße antreffen. Mit Blaulicht eskortierten sie ihn bis zur Abfahrt Duburg am Lornsendamm und sorgten somit dafür, dass der 85-jährige sicher von der B200 kam.
Zusätzlich forderten die Beamten einen Rettungswagen an, da bei dem Mann nach seiner abendlichen Fahrt bei einer Temperatur von acht Grad der Verdacht auf eine Unterkühlung bestand - er hatte nur Sandalen ohne Socken an den Füßen.
Die Sanitäter untersuchten den Fahrer, der sich inzwischen im geheizten Streifenwagen etwas aufgewärmt hatte und brachten ihn anschließend zurück an seinen Wohnort in die Senioreneinrichtung.
Die Streifenwagenbesatzung brachte auch das Elektromobil zurück zum Wohnort des Mannes - da es aber nicht in den Streifenwagen passte, fuhr eine Polizeibeamtin das Gefährt kurzerhand selbst zurück, um dem Mann keine zusätzlichen Kosten für einen Abschleppdienst zu bescheren.

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