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FF Hürup-Weseby - erneut Rettungsspreizer aus Gerätehaus gestohlen

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Hürup - Aus dem Feuerwehrfahrzeug entwendeten die Täter einen hydraulischen Rettungsspreizer samt Akkus und Adapter des Herstellers „Lukas“ im Wert von rund 10.000 Euro. Fotos: Nolte

Die Freiwillige Feuerwehr Hürup-Weseby ist erneut Opfer eines Einbruchs geworden. In der vergangenen Woche stiegen Unbekannte in der Nacht von Mittwoch (17.03.2021) auf Donnerstag in das Gerätehaus der Feuerwehr ein.

Die Freiwillige Feuerwehr Hürup-Weseby ist erneut Opfer eines Einbruchs geworden. In der vergangenen Woche stiegen Unbekannte in der Nacht von Mittwoch (17.03.2021) auf Donnerstag in das Gerätehaus der Feuerwehr ein. Der oder die unbekannten Täter hebelten zwischen 21 und 23 Uhr ein Fenster im rückwärtigen Gebäudebereich auf und gelangten auf diesem Wege in die Fahrzeughalle. Aus dem dort untergebrachten LF 8/6 entwendeten sie einen hydraulischen Rettungsspreizer samt Akkus und Adapter des Herstellers „Lukas“ im Wert von rund 10.000 Euro. Hinzu kommt: es ist nicht der erste Einbruch, bereits im Februar 2020 drangen Unbekannte in das Gerätehaus ein und entwendeten schon einmal genau so einen Rettungsspreizer. Gemeindewehrführer Dirk Bartelsen macht der erneute Einbruch ins Gerätehaus wütend: „Ein Einbruch bei einer Institution die für Abwehr von Gefahren, Schadensereignissen und zum abwehren von Lebensbedrohungen verantwortlich ist, ist absolut nicht nachvollziehbar.“

Den akkubetriebenen Rüstsatz, bestehend aus Rettungsschere, Rettungsspreizer und Pedalschneider hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Anfang 2018 angeschafft und in Dienst gestellt. Nach über 14 Jahren wurde damit eine neue Generation des hydraulischen Rettungsgerätes eingeläutet. Mehr Leistung bei weniger Platz und deutlich höherer Flexibilität waren damals ausschlaggebend um bei der Neubeschaffung auf Akkubetrieb umzustellen. „In diesem Fall wurde ein Rettungsgerät entwendet, welches primär zur Rettung eingeklemmter Personen aus Unfallfahrzeugen Verwendung findet“, so Bartelsen, „für die Zeit einer Neubeschaffung müssen uns andere Wehren unterstützen, was aber nicht bedeutet,, dass wir mittellos sind und nicht helfen können, die Bürgerinnen und Bürger können sich weiterhin auf uns verlassen!"

Frustriert und traurig sind auch die Kameraden nach dem erneuten Diebstahl dieser im Ernstfall lebensrettenden Technik. Ersatz zu bekommen geht nicht von heute auf morgen und auch finanziell ist es immer eine Belastung. Der komplette Rüstsatz kostete damals rund 17.000 Euro. Der oder die Täter müssen offenbar ganz gezielt nach diesem Gerät gesucht haben. Die ebenfalls akkubetriebene Rettunsschere und weitere Geräte ließen sie unbeachtet zurück. Genau wie 2020. Auch müssen die Täter genau gewusst habe, wo das Gerät auf dem Löschfahrzeug verlastet ist, es soll nur das Gerätefach geöffnet gewesen sein, in dem der Rüstsatz untergebracht ist. „Der Diebstahl konnte relativ schnell bemerkt werden“, berichtet Bartelsen, „bereits 2020 wurde im Frühjahr in mehrere Gerätehäuser eingebrochen. Das Gerätehaus in Hürup wurde nach dem ersten Einbruch aufgerüstet, eine Alarmanlage installiert". Die Täter waren in diesem Fall jedoch so schnell, dass auch der ausgelöste Alarm den Diebstahl nicht verhindern konnte. „Die Wachsamkeit hat sich nach dem ersten Einbruch deutlich erhöht, aber wir werden wohl auch bei der Technik noch einmal nachbessern müssen“, berichtet Bartelsen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Insbesondere könnte in dem Zusammenhang Beobachtungen zu einem weißen Kleintransporter wichtig sein. Der Fahrer soll am 09.03.2021 in den Vormittagsstunden durch die Fenster des Gerätehauses geschaut haben. Zeugen und Hinweisgeber, die Angaben zu diesem Transporter machen können und/oder am Tatabend (17.03.2021) verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten sich mit der Kriminalpolizei in Flensburg unter 0461-4840 in Verbindung zu setzen.


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