Brennende Spülmaschine sorgt für Feuerwehreinsatz

 |  von Thomsen / Foerde.news

Die Küche ist nach dem Brand nicht mehr benutzbar - Fotos: Thomsen

Flensburg – In einem Mehrfamilienhaus in der Straße Westerkoppel im Stadtteil Müwirk, kam es zu einem Feuer in einer Wohnung im Erdgeschoss . Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten bereits alle Bewohner das betroffene Gebäude verlassen. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand.

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Die Berufsfeuerwehr war nach eigenen Angaben zunächst in Mürwik unterwegs, als die Leitstelle sie zu einem „Feuer Y“ (eingeschlossene oder eingeklemmte Personen) alarmierte. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Treppenraum leicht verraucht war. Aus der Wohnung im Erdgeschoss links drang dichte Rauchentwicklung. Dort brannte nach Feuerwehrangaben eine Spülmaschine. Zusammen mit der Berufsfeuerwehr wurde wieder die Freiwllige Feuwehr Engelsby dazu alarmiert. Welche bereits somit den dritten Einsatz innerhalb von nur 24h hatte.

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Die Einsatzkräfte schickten daraufhin einen Trupp unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in die Wohnung. Die Spülmaschine habe „relativ schnell gelöscht“ werden können, sagte Zugführer Dominik Minn von der Berufsfeuerwehr Flensburg. Anschließend wurden der Treppenraum und die betroffene Wohnung belüftet. Danach waren die Maßnahmen abgeschlossen.

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Insgesamt registrierte die Feuerwehr 17 betroffene Personen an der Einsatzstelle, darunter sechs Menschen aus der betroffenen Wohnung, wovon mehrere Kinder betroffen waren. Während des Einsatzes stellte sich zudem heraus, dass sich im zweiten Obergeschoss noch drei Personen in einer Wohnung aufhielten. Da deren Wohnungstür zum Treppenraum geschlossen war, seien sie nicht in Gefahr gewesen. Dennoch führte die Feuerwehr sie sicherheitshalber ebenfalls über den Treppenraum aus dem Gebäude.

Alle betroffenen Personen wurden vor Ort vom Rettungsdienst gesichtet. Verletzte seien dabei nicht festgestellt worden. Die Geschirrspülmaschine wurde nach Angaben der Feuerwehr über ein Fenster aus der betroffenen Wohnung ins Freie gebracht.

Vor dem Alarm zu dem Wohnungsbrand war die Feuerwehr in Mürwik auf dem Weg zu einer Nachkontrolle eines früheren Einsatzes. Dort war nach Angaben der Feuerwehr am Mittag ein Trafo auf dem Gelände der Marineschule explodiert, nachdem er ans Netz gegangen war oder ans Netz gehen sollte. Beim Eintreffen der Feuerwehr habe es eine starke Rauchentwicklung aus dem Trafo gegeben. Da dieser bereits vom Strom freigeschaltet gewesen sei, habe die Feuerwehr gefahrlos arbeiten können. Der Brand sei zunächst mit CO2- und Pulverlöschern bekämpft worden, anschließend seien Kühlmaßnahmen mit Wasser eingeleitet worden. Bei diesem Einsatz wurde ebenfalls niemand verletzt.

Die Nachkontrolle in Mürwik sollte klären, ob die eingeleiteten Kühlmaßnahmen weiterhin Wirkung gezeigt haben.

Wie Zugführer Dominik Minn abschließend erklärte, ist die Küche zwar vom Feuer am stärksten betroffen und nicht mehr benutzbar. Die Feuerwehr empfahl jedoch, auch die übrigen Räume vorerst nicht zu nutzen, da dort ebenfalls Kinder schlafen. Die Bewohner konnten noch wichtige Dinge aus der Wohnung holen und wollten anschließend bei Bekannten übernachten.