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Alkohol- und Drogenkontrolle der Polizei - Zwölf Fahrer unter Drogeneinfluss

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Schleswig/Flensburg - Es wurden insgesamt 1856 Fahrzeuge gemessen und dabei 154 Überschreitungen festgestellt - Symbolfoto: Thomsen

Am vergangenen Freitag führte dasPolizei- Autobahn- und Bezirksrevier Nord, Fachdienst Schleswig, eine Großkontrolle mit dem Schwerpunkt Alkohol, Drogen und Medikamente im Straßenverkehr durch. In der Zeit von 14.30 Uhr bis kurz nach Mitternacht wurden am Steuer sitzende Alkohol- und Drogensünder ins Visier genommen. Es wurden 334 Fahrzeugführer kontrolliert. Zwölf von ihnen wurde eine Blutprobe entnommen, da sie unter Drogeneinfluss gefahren sind.

Insgesamt waren neun Streifenwagenbesatzungen sowie ein Geschwindigkeitsmessfahrzeug im Einsatz. Zunächst kontrollierten die Beamten im gesamten Kreisgebiet Schleswig-Flensburg mobil. Ab 20:00 Uhr wurde die Kontrolltätigkeit stationär in und um das Flensburger Stadtgebiet fortgesetzt:

   -           Zwölf Fahrzeugführern wurde wegen Verdacht des Fahrens unter Drogeneinfluss eine Blutprobe entnommen.

   -           Gegen fünf Fahrzeugführer mussten Strafanzeigen gefertigt werden, da sie nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis waren.

   -           14 Strafanzeigen wurden nach dem Betäubungsmittelgesetz gefertigt (bei einem Fahrzeugführer wurden 189 Gramm Marihuana sichergestellt).

   -           Vier Strafanzeigen wurden nach dem Pflichtversicherungsgesetz geschrieben.

   -           39 weitere Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet

   -           Sieben Kontrollberichte wurden ausgehändigt

Parallel wurde eine Geschwindigkeitskontrolle auf der B 200 in Höhe Großjörl durchgeführt. Es wurden insgesamt 1856 Fahrzeuge gemessen und dabei 154 Überschreitungen (145 Verwarngeldverfahren / 7 Bußgeldverfahren davon 2 Fahrverbote) festgestellt. Das schnellste Fahrzeug wurde mit 126 km/h -statt der erlaubten 70 km/h- gemessen. Den Fahrer erwartet ein Bußgeldverfahren in Höhe von 240 Euro, 2 Punkten beim Kraftfahrtbundesamt und ein Fahrverbot von einem Monat.

Gegen 16.00 Uhr stoppten die Beamten in Schuby einen Pkw VW Crafter mit Anhänger. Bei der allgemeinen Verkehrskontrolle konnte der 37-jährige Fahrer lediglich die Fahrerlaubnis der Klasse B vorweisen, obwohl die Fahrerlaubnis der Klasse BE erforderlich gewesen wäre. Zusätzlich hatte es der Fahrer versäumt, seinen Anhänger zur erforderlichen Hauptuntersuchung anzumelden. Der TÜV war bereits seit Mai 2018 abgelaufen. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren bezüglich des TÜV Mangels eingeleitet.

In den späten Abendstunden führte die Überprüfung eines 26-jährigen Kleintransporter-Fahrers, in Höhe Sankelmark, zur Auffindung von 189 Gramm Marihuana und weiteren Kleinstmengen an Betäubungsmitteln. Da es sich bei dem Fund um eine nicht geringe Menge an Betäubungsmitteln handelte und der Fahrer offensichtlich auch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, wurde er zwecks weiterer Maßnahmen zum 1. Polizeirevier nach Flensburg verbracht. Nach erfolgter Blutentnahme, Sicherstellung der Betäubungsmittel und Vernehmung durch die Kriminalpolizei wurde der Fahrzeugführer wieder entlassen. Die entsprechenden Anzeigen Fahren unter Drogeneinfluss und unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln wurden gefertigt.

Zum Schmunzeln gab es während der gesamten Kontrollaktion auch etwas. Bei Kropp hielten die Beamten einen etwas älteren Fahrzeugführer an und baten diesen, seinen Führerschein und Fahrzeugschein vorzuzeigen. Während es mit dem Fahrzeugschein noch klappte, konnte er seine Fahrerlaubnis nicht vorlegen. Zur Begründung über das fehlende Dokument gab der 65-jährige Fahrer an, dass sein Hund den alten, grauen Führerschein vor geraumer Zeit aufgefressen hätte und er es bislang nicht geschafft habe, eine neue Fahrerlaubnis zu beantragen. Es wurde ein Kontrollberichtsverfahren eingeleitet.

Das Gesamtergebnis zeigt einmal mehr, wie wichtig derartige Verkehrskontrollen sind. Besorgniserregend ist die außergewöhnlich hohe Anzahl von Blutentnahmen drogenbeeinflusster Fahrzeugführer. Weitere Kontrollen werden in absehbarer Zeit folgen!


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