Abschleppwagenfahrer bei Unfall auf der A7 lebensgefährlich verletzt

 |  von Nico Hessel

Der Sprinterfahrer wurde mit schwerem Gerät aus seinem Fahrzeug geholt - Fotos: Nico Hessel

Jagel – Nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 7 in Richtung Flensburg schwebt ein 51-jähriger Mann in Lebensgefahr. Er war mit seinem Abschlepper bei einem Ausweichmanöver, gegen 11:45 Uhr, in das Heck eines Sattelzuges geprallt.

Mit schwerem Gerät musste die Feuerwehr am Donnerstagmittag nach einem Unfall auf der A7 zwischen den Abfahrten Owschlag und Jagel in Fahrtrichtung Norden einen Mann aus der Fahrerkabine seines Abschleppwagens befreien, nachdem dieser auf einen Lastwagen geprallt war.

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Nach den Ermittlungen der Polizei soll der Fahrer des Fahrzeugtransporters zuvor aus bislang nicht geklärten Gründen versucht haben, auszuweichen. Dabei geriet er auf die rechte Fahrspur und prallte in das Heck eines 40-Tonners, der ebenfalls in Richtung Norden unterwegs war.

Durch den Aufprall wurde die Fahrerkabine des Mercedes Sprinter massiv deformiert und der Fahrer eingeklemmt.

Daher wurden neben zwei Rettungswagen und einem Notarzt auch die Freiwilligen Feuerwehren Owschlag und Norby sowie ein Rettungshubschrauber an den Unfallort alarmiert.

Bei ihrem Eintreffen erwartete die Rettungskräfte ein schlimmes Bild:

Die Kabine des Abschleppwagens war weitgehend zerstört und steckte im Heck des Lastzuges.

Der eingeklemmte Fahrer soll nach Angaben der Polizei aber zunächst ansprechbar gewesen sein. Um ihn zu befreien, musste die Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät unter anderem die Fahrertür des Mercedes entfernen.

Anschließend wurde der Fahrer erstversorgt und mit lebensbedrohlichen Verletzungen mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der Fahrer des Sattelzuges hingegen blieb bis auf einen Schock unverletzt. Er musste nicht in eine Klinik gebracht werden.

Nach dem Unfall wurde die Autobahn 7 in Richtung Norden zwischen den Anschlussstellen Owschlag und Jagel voll gesperrt. Dadurch entstand ein kilometerlanger Rückstau, der zeitweise bis zur Raststätte Hüttener Berge zurückreichte.

Der völlig zerstörte Abschleppwagen musste durch ein Bergungsunternehmen von der Autobahn abtransportiert werden. Der beschädigte Sattelzug konnte seine Fahrt bis zum nahegelegenen Autohof in Busdorf fortsetzen.

Dort soll der technische Zustand näher untersucht werden.

Nach Abschluss der Unfallaufnahme konnte die Autobahn gegen 13.40 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.